Feb 04 2010
Feuerzangenbowle
Genaugenommen ist die Feuerzangenbowle keine Bowle sondern ein Punschgetränk. Sie ist in Deutschland schon seit mehr als 200 Jahren bekannt, früher jedoch unter dem Namen “Krambamboli”. Besonders seit dem Film “Die Feuerzangenbowle” mit Heinz Rühmann aus dem Jahre 1944 ist sie ein beliebtes Kultgetränk in geselligen Runden, besonders an kalten Winterabenden.
- Zubereitungszeit:
- ca. 30 Minuten
Zutaten für 4–6 Personen:
- 2 Flaschen trockener, kräftiger Rotwein
- ca. 250 ml Rum, vorzugsweise mit einem Alkoholgehalt von 80%
- 1 Zuckerhut
- 1 unbehandelte Zitrone
- 1 unbehandelte Orange
- 1 Zimtstange
- 3 Sternanis
- 6–8 Gewürznelken
Küchenutensilien:
- 1 Feuerzangenbowlen Set
oder ein großer Topf und eine Grillzange - 1 Schöpfkelle
Zubereitung:
Speziell für die Feuerzangenbowle sind im Handel dekorative Sets erhältlich, die aus einem Topf mit der sogenannten Zange bestehen. Diese Zange ist ein schmaler Metallaufsatz, der in der Mitte eine Vorrichtung hat, auf die der Zuckerhut gestellt wird. Theoretisch kann man auch eine Grillzange verwenden, dann muss man den Zuckerhut jedoch während der gesamten Brenndauer über den Topf halten.
Meistens wird für die Zubereitung der Feuerzangenbowle heutzutage Rum mit 54% Alkohol verwendet. Auch wenn dieser Rum brennt, ist der Alkoholgehalt eigentlich zu niedrig. Durch den hohen Wassergehalt entsteht eine zu niedrige Brenntemperatur, so dass der Zucker nicht karamellisiert sondern sich überwiegend nur auflöst. Der besondere Geschmack einer Feuerzangenbowle entsteht aber gerade durch den karamellisierten Zucker. Wer im Handel 80-prozentigen Rum finden kann, wie zum Beispiel den Stroh-Rum, sollte diesen verwenden.
Durch das Verbrennen verflüchtigt sich der Alkohol größtenteils, man muss also nicht befürchten, dass das fertige Getränkt mit diesem Rum zu stark wird.
Zunächst werden die Zitrone und die Orange gewaschen und in Scheiben geschnitten. Der Wein wird nun zusammen mit den Zitrusfrüchten und den Gewürzen auf dem Herd erhitzt. Dabei sollte der Wein nicht kochen, da der Alkohol sonst verfliegt. Wer allerdings erreichen möchte, dass die Feuerzangenbowle einen niedrigeren Alkoholgehalt aufweist, kann den Wein natürlich auch kurz aufkochen lassen.
Soll die Feuerzangenbowle sofort serviert werden, kann man die weitere Zubereitung am Tisch mit den Gästen vornehmen. Ansonsten empfiehlt es sich einen Teil der Zitrusfrüchte wieder zu entfernen, da die Schalen den Wein bei längerem Ziehen ein wenig bitter werden lasen. Zum Warmhalten kann man den Topf auch auf ein Stövchen stellen oder auf eine entsprechende Warmhalteplatte.
Zusammen mit den Gästen wird der Zuckerhut auf die Zange über den Topf gestellt und vorsichtig mit dem Rum beträufelt, bis sich dieser komplett vollgesogen hat. Der Zuckerhut wird nun angezündet, der Zucker beginnt zu karamellisieren und tropft langsam in den Rotwein. Von Zeit zu Zeit muss immer wieder ein wenig Rum über den Zucker gegeben werden, damit die Flamme nicht erlischt. Das Nachgießen des Rums ist nicht ganz ungefährlich, da es zu Stichflammen kommen kann. Es ist auf jeden Fall ratsam den Rum nicht direkt aus der Flasche zu gießen sondern mit einer Schöpfkelle oder einem Saucenlöffel vorsichtig auf den Zuckerhut zu träufeln.
Wenn der Zuckerhut komplett geschmolzen ist, kann die Feuerzangenbowle getrunken werden. Sie schmeckt übrigens besser, wenn sie nicht umgerührt wird.
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