Feb 10 2010
Rinderrouladen
- Zubereitungszeit:
- ca. 25 Minuten
- Garzeit:
- 1,5–2 Stunden
Zutaten für 4 Personen:
- 4 Rinderrouladen à 200 g
- 4 Zwiebeln
- 4 eingelegte Gurken z. B. Cornichons
- 2 EL scharfer Senf, Dijonsenf oder “Löwensenf”
- Salz
- Pfeffer
- 8 Scheiben durchwachsener, milder Speck
- 1 Lauchstange
- ¼ Sellerieknolle
- 2 Möhren
- 2–3 EL Butterschmalz
- 1 EL Tomatenmark
- ½l trockener Rotwein
- ½l Rinderfond, selbstgemacht oder aus dem Glas
- 2 Lorbeerblätter
- 2 Pimentkörner
- 4 Wachholderbeeren
- 1/4 TL Thymian
Küchenutensilien:
- 1 großer Bräter oder Kochtopf
- Küchengarn
- 1 Sieb
Zubereitung:
Rinderrouladen sind ein echter Klassiker der deutschen Küche. Damit ein harmonisches und feines Gericht entsteht, gibt es bei der Auswahl der Zutaten einiges zu beachten. Der verwendete Speck sollte mild sein und nicht zu stark geräuchert. Auf keinen Fall eignet sich hier ein geräucherter Schinken oder ein Bacon. Die Gurken dürfen auch nicht zu sauer sein. Verwenden Sie eine gute Marke, am Besten sind Cornichons. Gleiches gilt für den Senf. Manche Sorten haben einen sehr starken Eigengeschmack. Mit Dijonsenf oder dem klassischen “Löwensenf” sind Sie auf der sicheren Seite.
Verwenden Sie für die Sauce einen kräftigen, aromatischen Rotwein und entweder einen guten Rinderfond aus dem Glas, oder Selbstgemachten.
Zuerst wird das Gemüse vorbereitet. Nachdem sie gewaschen und geputzt sind, werden die Möhren und der Sellerie in kleine Würfel geschnitten, der Lauch in Ringe und zwei der Zwiebeln werden fein gewürfelt. Die anderen beiden Zwiebeln sind für die Füllung der Rouladen und werden halbiert und in ganz feine Streifen geschnitten. Die Gurken werden etwas abgetupft und ebenfalls in feine Streifen geschnitten.
Nun werden die Rouladen gefüllt. Das Fleisch sollte schön dünn sein. Bei Bedarf kann man die Rouladen auch mit Frischhaltefolie abdecken und zum Beispiel mit einer Pfanne vorsichtig noch ein wenig dünner klopfen.
Die Rouladen werden nun auf der Arbeitsplatte ausgebreitet, gepfeffert und gesalzen. Beim Füllen sollte der Rand der Fleischscheiben immer frei gelassen werden. Streichen sie etwas Senf dünn auf die Rouladen und legen sie auf jede längs zwei Scheiben Speck. Verteilen sie die Gurken und Zwiebeln gleichmäßig auf den Rouladen. Damit die Füllung später nicht austreten kann, schlagen sie die Längsseiten beim Aufrollen der Rouladen etwas nach innen ein. Mit dem Küchengarn werden die einzelnen Rouladen wie ein Päckchen über Kreuz zusammen gebunden und die überschüssigen Fäden abgeschnitten. Diese Methode ist einfacher als jene mit Rouladennadeln und hat den Vorteil, dass das Fleisch nicht durchlöchert werden muss.
In einem Bräter oder einem sehr großen Kochtopf wird nun das Butterschmalz erhitzt und die Rouladen werden darin von allen Seiten scharf angebraten und wieder heraus genommen. In dem selben Fett werden nun die Gemüse angebraten. Dabei dürfen sich auch ruhig braune Stellen bilden. Auch das Tomatenmark wird angeröstet, bis es braun wird. Das verleiht der Sauce später eine schöne Farbe und einen leichten Röstgeschmack. Das Gemüse wird nun mit dem Wein und dem Rinderfond abgelöscht. Die Pimentkörner und die Wachholderbeeren werden mit einem Messer etwas angedrückt und kommen zusammen mit den übrigen Gewürzen ebenfalls in den Bräter. Die Rouladen werden jetzt zugedeckt auf dem Gemüsebett 1,5–2 Stunden bei sanfter Hitze geschmort. Sie sind fertig, wenn man mit einer Gabel vorsichtig hinein sticht und diese ganz leicht wieder heraus ziehen kann und sich das Fleisch weich anfühlt.
Die Rouladen werden aus der Sauce genommen, das Küchengarn wird entfernt und man stellt sie abgedeckt zum Warmhalten bei 50 Grad in den Backofen.
Die Sauce wird durch ein Sieb gegossen um alle festen Saucenbestandteile zu entfernen und wieder zurück in den Bräter gegeben. Man lässt sie nun offen etwas einkochen, bis ungefähr die Hälfte der Flüssigkeit verdampft ist und sie eine schöne Konsistenz hat. Vor dem Servieren werden die Rouladen noch ganz kurz in der Sauce erwärmt.
Zu den Rinderrouladen passen zum Beispiel Salzkartoffeln, Klöße oder Spätzle und als Gemüse Rotkohl.
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schönes Rezept! Ich hab es schon mal ausprobiert und finde es wirktlich gut.
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