Feb 06 2010

Wiener Schnitzel

Published by at 01:04 under Rezepte

Zube­rei­tungs­zeit:
ca. 30 Minuten

Zuta­ten für 2 Personen:

  • 2 große Kalbs­schnit­zel, vom Metz­ger im Schmet­ter­lings­schnitt dünn geschnitten
  • 1 alt­ba­cke­nes, getrock­ne­tes Weiß­brot, z. B. Baguette
  • 4 EL Mehl
  • 2 Eier
  • 500 ml Butterschmalz
  • Salz
  • Pfef­fer
  • 1 Zitrone zum Servieren

Küchenu­ten­si­lien:

  • 1 große, schwere Pfanne mit hohem Rand zum Ausbacken
  • Eine Klei­nere zum Klop­fen oder ein Fleisch­klop­fer ohne Zacken

Zube­rei­tung:

Für das Ori­gi­nal Wie­ner Schnit­zel las­sen sie sich am Bes­ten von ihrem Metz­ger die Kalbs­schnit­zel dop­pelt dünn schnei­den, im soge­nann­ten Schmet­ter­lings­schnitt. Das Kalb­fleisch sollte aus der Keule stam­men, wie zum Bei­spiel das Fricandeau.

Bevor das Fleisch vor­be­rei­tet wird, müs­sen erst ein­mal die Sem­mel­brö­sel her­ge­stellt wer­den. Sie soll­ten sich diese Mühe unbe­dingt machen, da der Geschmack mit den fer­ti­gen, har­ten Brö­seln nicht zu ver­glei­chen ist. Es eig­net sich dazu jedes gute Weiß­brot, aber natür­lich kein Toast oder Stu­ten, da diese gesüßt sind und einen zu star­ken Eigen­ge­schmack haben. Alt­ba­ckene Bröt­chen haben den Nach­teil, dass sie im Ver­hält­nis zu viel knusp­rige Rinde auf­wei­sen, diese sollte bei dem Brot näm­lich wei­test­ge­hend mit einem Säge­mes­ser abge­schnit­ten wer­den. Das tro­ckene, weiße Innere des Bro­tes kön­nen sie ent­we­der mit einer Hand­reibe fein rei­ben oder in einer Küchen­ma­schine zu Brö­seln zermahlen.

Die Kalbs­schnit­zel soll­ten ca. 4–5 Mil­li­me­ter dünn sein. Dies erreicht man, in dem man das Kalb­fleisch vor­sich­tig ein wenig flach klopft. Dazu legt man es auf ein Brett und deckt es mit etwas Frisch­hal­te­fo­lie ab. Zum Klop­fen eig­net sich eine mit­tel­schwere Pfanne ganz gut, ein han­dels­üb­li­cher Fleisch­klop­fer würde mit sei­ner gezack­ten Seite die Fasern des zar­ten Flei­sches aufreißen.

Bevor sie mit dem Panie­ren der Schnit­zel begin­nen, kön­nen sie schon ein­mal die Pfanne mit dem Fett auf­set­zen und die­ses lang­sam erhit­zen. Damit die Panade beim Aus­ba­cken schön knusp­rig wird, ist es wich­tig, dass das Fleisch nach dem Panie­ren sofort ins heiße Fett gege­ben wird, damit die Panade nicht durch­weicht. Die ange­ge­bene Menge But­ter­schmalz ist nicht über­trie­ben. Die Schnit­zel müs­sen im Fett schwimmen.

Die Schnit­zel wer­den nun gesal­zen, gepfef­fert und in dem Mehl gewen­det wobei das über­schüs­sige Mehl wie­der abge­schüt­telt wird. Die Eier wer­den in einer fla­chen Schale leicht ver­quirlt und die Schnit­zel durch die Eier gezo­gen und anschlie­ßend auf einem fla­chen Tel­ler in den Sem­mel­brö­seln vor­sich­tig gewen­det. Die Brö­sel dür­fen jedoch nicht ange­drückt wer­den. Typisch für ein Wie­ner Schnit­zel ist die dünne Panade, die das Fleisch nur locker umhüllt.

Das Fett sollte eine Tem­pe­ra­tur von ca. 170 Grad haben. Wenn man einen ange­feuch­te­ten Holz­löf­fel in das Fett hält und sich kleine Bla­sen bil­den, ist die Tem­pe­ra­tur genau rich­tig und die Schnit­zel kön­nen hin­ein gege­ben wer­den. Die Pfanne wird wäh­rend des Aus­ba­ckens immer wie­der sanft hin und her geschwenkt um zu ver­hin­dern, dass die Schnit­zel am Pfan­nen­bo­den anba­cken. Pro Seite brau­chen die Schnit­zel ca. 3–4 Minu­ten, nach ca. 1,5– 2 Minu­ten kann man sie aber ein­mal wen­den, so dass sie von jeder Seite ins­ge­samt zwei­mal geba­cken wer­den. Sie garen dann etwas gleich­mä­ßi­ger durch. Fer­tig sind die Wie­ner Schnit­zel wenn sie von bei­den Sei­ten gold­gelb geba­cken und schön knusp­rig sind.

Sie wer­den nun kurz zum Abtrop­fen auf ein Küchen­pa­pier gelegt und mit Zitro­nen­spal­ten ser­viert. Zum Wie­ner Schnit­zel passt ein leich­ter Kar­tof­fel­sa­lat mit Gur­ken, Peter­si­li­en­kar­tof­feln und Kopf­sa­lat oder auch, wie heute oft üblich, Pom­mes Frites.

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