Feuerzangenbowle

Ge­nau­ge­nom­men ist die Feu­er­zan­gen­bow­le kei­ne Bow­le son­dern ein Punsch­ge­tränk. Sie ist in Deutsch­land schon seit mehr als 200 Jah­ren be­kannt, frü­her je­doch un­ter dem Na­men “Krambam­bo­li”. Be­son­ders seit dem Film “Die Feu­er­zan­gen­bow­le” mit Heinz Rüh­mann aus dem Jah­re 1944 ist sie ein be­lieb­tes Kult­ge­tränk in ge­sel­li­gen Run­den, be­son­ders an kal­ten Win­ter­aben­den.

Zu­be­rei­tungs­zeit:
ca. 30 Mi­nu­ten

Zutaten für 4–6 Personen:

  • 2 Fla­schen tro­cke­ner, kräf­ti­ger Rot­wein
  • ca. 250 ml Rum, vor­zugs­wei­se mit ei­nem Al­ko­hol­ge­halt von 80%
  • 1 Zu­cker­hut
  • 1 un­be­han­del­te Zi­tro­ne
  • 1 un­be­han­del­te Oran­ge
  • 1 Zimt­stan­ge
  • 3 Stern­anis
  • 6–8 Ge­würz­nel­ken

Küchenutensilien:

  • 1 Feu­er­zan­gen­bow­len Set
    oder ein gro­ßer Topf und ei­ne Grill­zan­ge
  • 1 Schöpf­kel­le

Zubereitung:

Spe­zi­ell für die Feu­er­zan­gen­bow­le sind im Han­del de­ko­ra­ti­ve Sets er­hält­lich, die aus ei­nem Topf mit der so­ge­nann­ten Zan­ge be­stehen. Die­se Zan­ge ist ein schma­ler Me­tal­lauf­satz, der in der Mit­te ei­ne Vor­rich­tung hat, auf die der Zu­cker­hut ge­stellt wird. Theo­re­tisch kann man auch ei­ne Grill­zan­ge ver­wen­den, dann muss man den Zu­cker­hut je­doch wäh­rend der ge­sam­ten Brenn­dau­er über den Topf hal­ten.
Meis­tens wird für die Zu­be­rei­tung der Feu­er­zan­gen­bow­le heut­zu­ta­ge Rum mit 54% Al­ko­hol ver­wen­det. Auch wenn die­ser Rum brennt, ist der Al­ko­hol­ge­halt ei­gent­lich zu nied­rig. Durch den ho­hen Was­ser­ge­halt ent­steht ei­ne zu nied­ri­ge Brenn­tem­pe­ra­tur, so dass der Zu­cker nicht ka­ra­mel­li­siert son­dern sich über­wie­gend nur auf­löst. Der be­son­de­re Ge­schmack ei­ner Feu­er­zan­gen­bow­le ent­steht aber ge­ra­de durch den ka­ra­mel­li­sier­ten Zu­cker. Wer im Han­del 80-pro­zen­ti­gen Rum fin­den kann, wie zum Bei­spiel den Stroh-Rum, soll­te die­sen ver­wen­den.
Durch das Ver­bren­nen ver­flüch­tigt sich der Al­ko­hol größ­ten­teils, man muss al­so nicht be­fürch­ten, dass das fer­ti­ge Ge­tränkt mit die­sem Rum zu stark wird.

Zu­nächst wer­den die Zi­tro­ne und die Oran­ge ge­wa­schen und in Schei­ben ge­schnit­ten. Der Wein wird nun zu­sam­men mit den Zi­trus­früch­ten und den Ge­wür­zen auf dem Herd er­hitzt. Da­bei soll­te der Wein nicht ko­chen, da der Al­ko­hol sonst ver­fliegt. Wer al­ler­dings er­rei­chen möch­te, dass die Feu­er­zan­gen­bow­le ei­nen nied­ri­ge­ren Al­ko­hol­ge­halt auf­weist, kann den Wein na­tür­lich auch kurz auf­ko­chen las­sen.
Soll die Feu­er­zan­gen­bow­le so­fort ser­viert wer­den, kann man die wei­te­re Zu­be­rei­tung am Tisch mit den Gäs­ten vor­neh­men. An­sons­ten emp­fiehlt es sich ei­nen Teil der Zi­trus­früch­te wie­der zu ent­fer­nen, da die Scha­len den Wein bei län­ge­rem Zie­hen ein we­nig bit­ter wer­den la­sen. Zum Warm­hal­ten kann man den Topf auch auf ein Stövchen stel­len oder auf ei­ne ent­spre­chen­de Warm­hal­te­plat­te.
Zu­sam­men mit den Gäs­ten wird der Zu­cker­hut auf die Zan­ge über den Topf ge­stellt und vor­sich­tig mit dem Rum be­träu­felt, bis sich die­ser kom­plett voll­ge­so­gen hat. Der Zu­cker­hut wird nun an­ge­zün­det, der Zu­cker be­ginnt zu ka­ra­mel­li­sie­ren und tropft lang­sam in den Rot­wein. Von Zeit zu Zeit muss im­mer wie­der ein we­nig Rum über den Zu­cker ge­ge­ben wer­den, da­mit die Flam­me nicht er­lischt. Das Nach­gie­ßen des Rums ist nicht ganz un­ge­fähr­lich, da es zu Stich­flam­men kom­men kann. Es ist auf je­den Fall rat­sam den Rum nicht di­rekt aus der Fla­sche zu gie­ßen son­dern mit ei­ner Schöpf­kel­le oder ei­nem Sau­cen­löf­fel vor­sich­tig auf den Zu­cker­hut zu träu­feln.
Wenn der Zu­cker­hut kom­plett ge­schmol­zen ist, kann die Feu­er­zan­gen­bow­le ge­trun­ken wer­den. Sie schmeckt üb­ri­gens bes­ser, wenn sie nicht um­ge­rührt wird.

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